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Tod durch Ersticken – Rio Reiser verstanden

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Abgeschlafft und fertig nach viel Arbeit und einem langen Tag, an dem sich maximal die penetrante Reihung unvorhersehbarer und widerwärtiger Ereignisse als Roter Faden bezeichnen lässt, kehre ich heim und kann nur sagen:

Heute ist einer jener Tage, von denen wir später einmal sagen werden, sie haben uns nicht so gut gefallen.


Wie dem auch sei, nach Hause gekommen und aus dem Fenster geschaut (ja, obwohl ich gerade von draußen kam!) und festgestellt: Um’s Gießen kommst Du heute nicht herum!

Naja, die Auswahl war im Gunde relativ einfach: Gießen oder Tod durch Ersticken aufgrund von mangelnder Bewässerung der Palme. Ich habe mich für das Gießen entschieden! Und während ich so goss, ergossen sich diverse Gedanken in unserem Hirn. Und jetzt, auf dem Sofa liegend und diese Zeilen tippend kann ich sagen: Ich habe den Rio Reiser verstanden! Und das will ich auch mal erklären:

Alles Schutt und Asche

Asche zu Asche, Staub zu Staub – und damit es nicht so staubt, gießen wir

Alles Rauch und Staub

Genau mein Reden, es staubt halt, wenn wir nicht genug wässern

Alles Trick und Masche

Ja, wirklich, es ist wie Zauberei. Gegossen, drei mal um die eigene Achse gedreht und weg ist das Wasser! Der Hammer!

Alles welkes Laub

Wenn das meine Eltern mitkriegen! Welkes Laub – schnell auf den Kompost damit!!

Ahaaaaa

Dies ist ein Ausruf des Verstanden-Habens – denke ich mir zumindest

Ich bin müde

Ja, bin ich wirklich! Ich meine, eine Stunde lang mit Schlauch und Wasser durch die Gegend rennen – das ist wie Feuerwehr, nur halt ohne Feuer!

Klug, oder?

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Autor: mcmatten

Musikbegeisterter Pendler, begeisterungsfähiger Nörgler, neumünchner Niedersachse mit penetrantem Hang zu Apple, Musik, Fotografie und Werder Bremen!

7 Kommentare

  1. dann sei froh, ich höre die letzten Worte meiner zu Staub zerfallenen Blume heute noch. Und auch die waren von Rio Reiser:
    Die Welt schaut rauf zu meinem Fenster
    Mit müden Augen ganz staubig und scheu
    Ich bin hier oben auf meiner Wolke
    Ich seh Dich kommen aber Du gehst vorbei
    Doch jetzt tuts nicht mehr weh
    Nee jetzt tut’s nicht mehr weh
    Und alles bleibt stumm
    Und kein Sturm kommt auf
    Wenn ich Dich seh

  2. Ach deshalb hast Du vorhin gesungen:

    Ich denk an dich
    Jeden Tag und jede Nacht
    Ich hab kein Auge zugemacht
    Seit Tagen
    Ich wart auf dich
    Ich trau mich nicht mehr aus’m Haus
    Ich laß das Telefon nicht aus den Augen

    Ich befürchte jedoch: „Kein Staub ruft Dich an…“

  3. Oft quälender Gedanke am Tage
    „Jenseits von Eden“
    doch Überzeugung für den nächsten
    „Lass uns ein Wunder sein“

  4. oh jee, tiefer Trübsinn macht sich breit und erstickt das Dasein in einem graunen Brei. Wohin ist das Licht und das glückliche Geschick! Vielleicht hats mein Chef, ich weiß es nicht…

    Was auch immer, ich habs nicht so mit dem guten alten Rio Reiser (auch wenn der wirklich eine coole Sau war), das Thema Tod finde ich allerdings schon sehr spannend. Kennt jemand Neil Gaiman? Die Comic-Reihe „Ein Mädchen namens Death“? Pflichtlektüre für den geneigten Gothic-Sympathisanten.
    Auszug:
    „Die Leute in der Stadt wirken im nebel dünn wie Papier. Sie glauben sie tanzen zur Musik ihres Lebens. Aber ich glaube, wir sind wie Puppen, jeder hängt an unsichtbaren Fäden, bis die Nacht anbricht und wir weggefegt werden. Ich schaudere, ich eile über den Platz, und die Dunkelheit der Stadt umfängt mich wie Kanalwasser … oder das Grab.“

    Ach, herrlich…

  5. wie wahr wie wahr……oh ich glaube mein meister hat die schnüre beiseite gelegt und legt mich zur Seite um mal wieder was grossartiges zu machen….. und nein gainman sagt mir nichts…. aber ich sympathisiere auch mit niemanden

  6. Pingback: Der Metzger schnibbelt wieder! | die metzger der muse

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