die metzger der muse

… weil kunst mitunter doch von können kommt!

Ist es Liebe?

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Es ist schon ein wenig her. Tiefe Töne zupfend vor der Bühne der heimischen Aula. Auf der Bühne summt’s:

Ist es Lieeeeeeebe?

Schrill schallt’s zurück:

IST ES WAS?


Wenn man einige Minuten darüber nachdenkt, dann scheint klar, dass Gefühle wie Trauer eigentlich purer Egoismus sind. Hoffnungen und Erwartungen. Träume und Enttäuschungen. In unserer ansonsten so oberflächlichen Gesellschaft, der Neuauflage des dekadenten Adels, den wir eigentlich schon vor Jahrhunderten überwunden haben wollten, sind dies doch einfach die Ausdrücke des Egozentrikers, des Egoisten.

Doch können Gefühle nicht auch anders sein? Sehnsucht, Eifersucht? Was ist mit der Liebe? Auch egoistisch? Was ist eigentlich Liebe, wenn sie egoistisch ist? Nur die Angst vor dem Alleinsein, die Suche nach sexueller Befriedigung, die Sehnsucht nach Zärtlichkeiten?

Eigentor. Eifersucht ist wahrscheinlich ein schlechtes Beispiel. Liebe basiert auf Vertrauen. Sehnsucht ist vielleicht auch nur vordergründig ein Zeichen dafür.

Ein Ehepaar. Seit 50 Jahren verheiratet. Er bekommt einen Schlaganfall, ist an den Rollstuhl gefesselt. Sie umsorgt ihn, aufopferungsvoll. Ist stets für ihn da – Tag und Nacht. Das ist doch mehr als Verantwortungsbewusstsein, hat doch nichts mit Egoismus zu tun. Selbstverwirklichung sieht anders aus.

Sind ehrliche Gefühle nicht vielleicht doch mehr als nur eine Illusion? Oder ist der Glaube daran auch nur ein egoistischer Auswuchs, in der Hoffnung, so an Glück festhalten zu können?

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Autor: mcmatten

Musikbegeisterter Pendler, begeisterungsfähiger Nörgler, neumünchner Niedersachse mit penetrantem Hang zu Apple, Musik, Fotografie und Werder Bremen!

5 Kommentare

  1. Zuviel philosophiert, guter Fleischermeister, manchmal ist es besser gewisse Dinge einfach nur als das zu nehmen was sie sind. Liebe ist heutzutage ein Begriff der gerne mal überstrapaziert wird. Begehren, Lust, Wollust und Geilheit werden oftmals mit dem Wort „LIEBE“ umschrieben. Wobei die Liebe etwas anderes ist. Liebe ist Dein Ehepaar, das seit 50 Jahren verheiratet ist. Liebe ist seinen Partner gehen zu lassen. Liebe ist Dinge an Deiner Liebe (egal was Du liebst) so zu nehmen wie sie sind ohne etwas daran ändern zu wollen. Liebe ist das Kind, das seinen Vater als den größten und besten Menschen sieht, obwohl er ein Säufer ist und gerne mal die Fäuste schwingt. Liebe ist nicht besitzergreifend, Liebe ist… unbeschreiblich.
    Also lass ich es und nehme sie einfach wie sie ist – wunderbar.

  2. Hm.. dann haben meine grauen Zellen also doch das Richtige hervorgebracht. Außer der Liebe (der wahren Liebe) gibt es nichts, was nicht egoistisch wäre, was nicht nur vordergründig selbstlos ist. Denn im Zweifel tue ich gutes, um darüber zu reden, mich gut zu fühlen und Anerkennung zu ernten.

    Macht kein gutes Gefühl, diese Erkenntnis..

  3. komisch, ich tue höchstens mal was gutes um anderen zu helfen. Wer schon avanziert darüber zu reden, sich gut zu fühlen oder Anerkennung zu ernten … *stirnrunzel* … man kann es ja nun auch einfach tun, nicht darüber sprechen und es dabei belassen… soll heute sogar manchmal noch vorkommen ;)

    Ick meen -> Im Zweifel tue ich gutes

  4. des paßt nicht zusammen.

    Genauso wie klammern im Post rausfiltern, die aber nicht als ASCII-1 wiedergeben, deswegen meinen Post zerstören, mir keine Editfunktion bieten, und dann ist Montag morgen.

    „!§$%/%$“§$§$%%&%&$%!!!!!!

  5. neenee CiT, Du hast scho recht. ich wollte gestern Nacht noch einen ähnlichen Kommentar schreiben, bin aber eingeschlafen…
    Gutes Tun und darüber reden ist wiederum ein egositsischer Akt. Du würdest versuchen Dich durch die gute Tat zu profilieren, herauszustellen, als etwas „Besonderes“ da zu stehen, Das rockt nicht. Gutes Tun und seine Taten „sprechen“ lassen – das rockt! Sich damit nicht zu brüsten, nicht herumzuprollen was für ein „guter Mensch“ man doch ist, ich denke das ist eines der Dinge, die wichtig sind in unsrem Dasein.
    Zu „erkennen“ ist immer kein schöber Akt. Nimm doch die drei wichtigsten Gründer der Weltreligionen: Mohammed, Sidddharta, Jesus. Mohammed war Kaufmann, gut betucht und mit seinen mitte 30 schon ziemlich alt, als er seine Botschaft erhielt. Toll hat der sich auch nicht gefühlt, er wurde verfolgt, verbannt, Kriege wurden geführt… Jesus war auch schon 30 als er durch die Wüste stapfte. Seine Story kennt in Mitteleuropa wohl fast jeder. Der Typ war ein seelisches Wrack, als er erfuhr, was ihn erwartete. Sidharta hatte die Schock-Therapie. Vom Königspalast in die Armenviertel. Wenn Du Dir mal seine Geschichte zu Gemüte führst wirst Du sehen, daß der auch nicht unbedingt viel Spaß hatte…
    Wie auch immer, jede gute Tat tust Du fürfür Dich und für Deinen Gegenüber. Nicht um Dich selber darzustellen – das ist uncool und macht Dich nur zum Mitglied des „neuen Adels“.
    In diesem Sinne: Tue Gutes, Ehre die Götter, sprich‘ die Wahrheit.

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