die metzger der muse

… weil kunst mitunter doch von können kommt!

Mach’s doch selber erstmal besser

| 1 Kommentar

Nachdem hier einige Tage der selbstauferlegte Maulkorb herrschte und mir meine Gedanken für einen einfachen Kommentar zu schade waren, gibt es heute mal wieder einige Zeilen von mir.
Nebenan erschien am Wochenende ein netter Beitrag zum Thema Der Vorgesetzte und beim ersten schnellen Lesen ließ er mich über einen Passus stolpern, der mir sauer aufstieß und 110% agree zunichte machte.

Ein Vorgesetzter muss besser sein als seine Leute


Nun, beim erneuten Durchlesen muss ich feststellen, dass dies gar nicht im Text steht. Da ich mir jedoch den gesamten gestrigen Tag Gedanken zu dem Thema gemacht habe und außerdem noch ein Satz von HG in meinem Hinterkopf schwebt, der noch in der Datenbank der SiebenBergeNews.de schlummert:

Man muss es nicht besser können, um Kritik üben zu dürfen

kommt es nun doch zu diesen Zeilen. Mir ist durchaus bewusst, dass ich hier zwei Dinge miteinander vermische, die so nicht zusammen gemischt werden sollten und wollten. Ich will es aber so.. basta!

Ungeachtet der Tatsache, dass ich dem Beitrag der Fellpepperoni zustimme, möchte ich die Rolle des Vorgesetzten im Team noch einmal erläutern, wie ich sie sehe. Ich denke der Begriff des Teamleiters war schon recht gut gewählt. Ich möchte einen Vorgesetzten jedoch vielmehr als Mannschaftskapitän sehen. Ein Mannschaftsführer, der im zentralen Mittelfeld spielt, muss nicht schneller laufen können, als sein Linksaußen. Er muss auch nicht besser nach Bällen hechten können, als sein Torwart. Er muss auch nicht höher springen und besser köpfen als sein Mittelstürmer. Er muss aber erkennen und darauf vertrauen, dass seine Mitspieler auf ihrer Position ihr Handwerk verstehen. Er muss sie motivieren. Bei Problemen – auch und gerade mit Trainer und Vereinsführung – für seine Mannschaft da sein. Er muss auch bei Fehlern seinen Männern den Rücken stärken.

Genau das ist es, was den meisten „Vorgesetzten“ fehlt – nicht das Fachwissen!

Und da kommen wir zu, Ausspruch von HG, der unter einem meiner ersten Kommentare schlummert. Ich glaube damals ging es entweder um ein Musical oder eine Band. Schnell kam ein Satz auf, den man gerne schnell beleidigt aus der Tasche zieht.

Mach´s doch selber erstmal besser.

Ganz davon ab, dass in diesem Satz grammatikalische Fehler verborgen sind, ist er in den meisten Fällen nichts als ein Ausruf der beleidigten Leberwurst. Ich muss eben nicht Gitarre spielen können, um zu verstehen, dass der Gitarrist scheiße spielt. Ich muss nicht der Gott in Photoshop sein, um zu erkennen, dass ich das verkorkste Banner nicht klicken würde. Ich muss auch kein Rennfahrer sein, um zu erkennen, dass sich ein Auto beschissen fährt.

So, um den Bogen zu spannen: Genau da sehe ich auch ein Problem von Vorgesetzten. Wenn das Fachwissen nicht da ist – ich rede nicht davon, dass ein Hausmeister zum Einkaufsleiter gemacht wird, aber ein Vertriebsleiter wird jawohl einschätzen können, ob seine Leute gute Arbeit machen, ohne sich mit jeder Einzelheit bis ins Letzte auszukennen – dann muss wenigstens das Vertrauen stimmen. Die Stimmung im Team muss stimmen. Die Kommunikation muss stimmen. Die Motivation muss stimmen. Und die Rücken aller Teammitglieder müssen gestärkt werden.

Wenn sich dies jeder Vorgesetzte auf die Fahnen schreibt, wenn all dies stimmt, dann wird es niemals dazu kommen, dass eventuell fehlendes Fachwissen mit dummen Sprüchen abgetan wird. Dann interessiert es einfach niemanden. Und dann klappt´s auch mit dem Nachbarn..

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Autor: mcmatten

Musikbegeisterter Pendler, begeisterungsfähiger Nörgler, neumünchner Niedersachse mit penetrantem Hang zu Apple, Musik, Fotografie und Werder Bremen!

Ein Kommentar

  1. Joar mit dem letzten Absatz stimme ich überein.

    aber was machst du als 10er, wenn Du leute in deinem Mittelfeld hast, wo 2 von nicht laufen können und in der defensive kann einer den Ball nicht annehmen? ;-)

    und ob in einem Team etwas stimmt, hängt ja nun auch immer von Sender und empfänger ab.

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