die metzger der muse

… weil kunst mitunter doch von können kommt!

Weil die Zeit sich so beeilt

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Alle Dinge auf der Welt,
seien sie schlecht oder hell
und das Ding auf dem ich fahre,
fährt, glaube ich, zu schnell.

Eigentlich habe ich keine Lust zu schreiben. Doch da sich niemand erbarmen wird, für mich meine Gedanken zu sortieren und an dieser Stelle in den digitalen Stein zu meißeln, werde ich nicht umhin kommen, mir selbst die Mühe zu machen. Vorab: Niemand, der diesen Blog liest, wird ihn verstehen.*

Unkonzentriert, abgelenkt, unzufrieden und nicht in der Lage zu kommunizieren, dadurch noch unkonzentrierter, noch abgelenkter und noch unzufriedener. Während ein kleiner Teil bei flüchtigem Hinschauen vielleicht noch als Erfolg angesehen werden kann, geht der Rest in einem bedrückenden und chronischen Dienstagsgefühl unter. Und unfähig dieses Gefühl in Worte zu fassen und an richtiger Stelle zur Sprache zu bringen, stellt sich mentales Sodbrennen ein.

Doch die aufkeimenden Gedanken, wo man wohl hingehört, reichen nicht allein. Dieser Überlegung muss mindestens die Feststellung der aktuellen Position folgen. Wo bin ich, wo gehöre ich hin und will ich überhaupt dort sein?

Nimm die Dinge und schmeiß sie an die Wand.
Aus den Resten bauen wir ein Haus groß wie ein Song

In der Schwermütigkeit von Heureka versinkend sind die Gedanken noch viel größer, als man hätte befürchten dürfen. Aber vielleicht ist es auch einfach nur der Thees, der mit seinen Worten wieder Dinge angestellt hat, die über den gewohnten und geordneten Alltag hinaus gehen. Allein schon deshalb, und damit kommen wir auf den Anfang zurück, weil die Zeit in horrender Geschwindigkeit vorüberzieht und zu wenig Zeit bleibt, schwierige Gedanken zu ordnen, seine Position zu orten und in ruhiger Minute Mensch (und menschlich) zu sein.

Olli Schulz kann es übrigens geordneter (und fast schon beruhigend) ausdrücken:

Weil die Zeit sich so beeilt und so wenig bleibt von dem was einmal war
Und weil das Licht so leicht zerbricht sehen wir die Dinge manchmal selten sonderbar

* Dieser Satz soll davor schützen, diese Zeilen übereifrig auf sich selbst zu projezieren. Macht keinen Sinn. Wäre falsch…

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Autor: mcmatten

Musikbegeisterter Pendler, begeisterungsfähiger Nörgler, neumünchner Niedersachse mit penetrantem Hang zu Apple, Musik, Fotografie und Werder Bremen!

3 Kommentare

  1. […]Vorab: Niemand, der diesen Blog liest, wird ihn verstehen.*[…]
    das war die Stelle, wo ich aufgehört habe zu lesen.

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