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… weil kunst mitunter doch von können kommt!

Ein Apple Netbook wie es sein sollte – ein MacBook nano

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Nun, ich bin wahrlich nicht der erste, der ein Netbook von Apple fordert, auch nicht der einzige, der es bislang für Unwahrscheinlich gehalten hat, nicht der letzte, der mit dem Gedanken spielt, OSX auf sein Netbook zu hacken und damit auch lange nicht der Vorreiter, sondern eher noch ein zögerlicher Nachzügler.

Doch sind wir einmal ehrlich, ohne einige Grundvorraussetzungen, die so ein Apple Netbook mit sich bringen müsste, macht es keinen Sinn. Ich habe mir etliche Gedanken zu dem Thema gemacht und erwarte mindestens belächelt zu werden…

Die Maße und ein Unibody
Ich denke für Apple wäre es schwer zu verkraften, eine 85% Tastatur einbauen zu müssen. In den Abmessungen jedoch über die eines Lenovo S10e hinauszugehen, das ich immer noch für ein ziemlich perfektes Netbook halte, macht absolut keinen Sinn. Darüber hat sich auch an anderer Stelle schon an anderer Stelle jemand Gedanken gemacht und es sogar fast gut gelöst. Ich jedoch sehe ein Apple Netbook mehr in der Unibody Form der neuen MacBooks und erwarte auch ein Unibody Gehäuse für ein Apple Netbook. Robust, leicht, hochwertig – so und nicht anders sollte es aussehen und sich anfühlen. Auch wenn es preislich in andere Dimensionen vorstößt, aber damit rechnet doch ohnehin jeder.

Ein mögliches Apple Netbook - ein MacBook nano
Eine großartige Idee von Isamu Sanada

Die Leistung (und so)
Hier hat Apple einen riesigen Vorteil – und der spricht auch dafür, ein potenzielles MacBook nano erst mit Snow Leopard auf den Markt zu schmeißen: OpenCL! Ein weiterer Vorteil gleich noch oben drauf: Grand Central!
Ganz ehrlich, und ganz davon ab, dass sich Grand Central für den mit Hyperthreading einen DualCore vorgaukelnden Atom-Einkerner eignen würde, so halte ich Apple für das einzige Unternehmen, das Intel dazu überreden könnte, auch seine DualCore Atom Prozessoren für Netbooks freizugeben. Damit hätte dieses Book schon mächtig wumms!
Darüber hinaus macht es für Apple unglaublich Sinn, den NVIDIA 9400M Chipsatz einzusetzen und auf diese elendige, stromfressende und leistungsarme Intel 945-Scheiße zu verzichten. Zum einen ist der 9400M vom Stromverbrauch her zwar nicht besser, aber dafür um etliches leistungsfähiger, als der 945er von Intel, zum anderen wird hier im OpenCL-Zusammenspiel ein ordentlicher Leistungsschub zu verzeichnen sein. Darüber hinaus hat Apple mit diesem Chipsatz ja nun eh schon Erfahrung.
Alles in Allem sollten wir, grade weil OSX ja nun eher genügsam mit der zur Verfügung stehenden Batterieleistung umgeht, auch mit einer Dual-Core Atom Variante und weil der 9400M auch nicht mehr verbraucht als ein 945er, mit 5 Stunden Akkulaufzeit rechnen können.
[note]Ganz nebenbei wirbt NVIDIA ja bereits mit den Möglichkeiten, die eine derartige Kombination möglich machen würde. Mit dem Projekt Ion wurde mit Sicherheit schon das ein oder andere feuchte Auge hervorgerufen.[/note]

Das Display und ´nen Apfel
Ein Display mit 1280*800 Punkten wäre schon der absolute Hammer – die Frage ist nur, in wie weit das in so einem kleinen Gerät Sinn macht, zumal sich OSX ja nun wirklich sehr platzsparend verhält. Der Dock ist großartig skalierbar und auch die meisten Fenster glänzen nicht mit Überfluss. Eine Auflösung von 1280*800 wäre nur im Bereich des Möglichen, wenn die MacBooks auf 1440*900 und die Pro´s auf 1680*1050 kommen. Ziemlich viel Aufwand für Apple – somit: 1024*600 und glücklich!
Ach ja – ´nen leuchtender Apfel auf der Geräterückseite ist ein Muss, nech.

Die Ausstattung plus Wünsche
Zwei USB-Ports, Sound rein, Sound raus, Mini Display Port und gut ist. Damit werden wir wohl leben müssen. Gern würde ich statt einer 160GB großen Festplatte noch die Option auf eine 64 oder 128GB SSD sehen, was ich persönlich aber gar nicht als so wichtig ansehen würde, da es das gute Stück doch enorm verteuern würde. Eine 160GB HDD mit Freifallsensor sollte absolut reichen.
Wichtiger wäre mir da noch der Express Card Slot. Dass das kleine Ding keinen Firewire haben wird, ist mir klar. Ein UMTS Modem wird Apple auch nicht einbauen – das hätten sie dann bereits beim Air oder beim Pro gemacht. Meine UMTS Karte möchte ich dennoch nutzen, also: Bitte einen Express Card Slot. Unwahrscheinlich, aber man darf sich jawohl nochmal etwas wünschen, oder?

Der Preis und die Wahrscheinlichkeit
Über die Wahrscheinlichkeit eines Netbooks hat sich der gute Kaule bereits seine Gedanken gemacht – auch wenn ich sie nicht ganz nachvollziehen und glauben mag, so wird das ganze für Apple doch wirklich ein Rechenbeispiel.
Erst einmal gehe ich davon aus, dass ein Apple Netbook gute 600 Euro kosten wird. Unibody, NVIDIA Grafik und der Apple Bonus werden 200 Euro Aufpreis schon rechtfertigen können.
Alles weitere wird nun für Apple ein echtes Rechenbeispiel und großer Spaß für die hauseigenen Marktforscher. Viel Marge wird bei 600 Dollar/Euro Verkaufspreis nicht zu verbuchen sein, also muss es lauten:

  • Wie viele Besitzer eines Macs werden sich ein MacBook nano als Zweit- (oder mehr) Gerät zulegen?
  • Wie viele Kunden werden zu einem MacBook nano statt einem „echten“ MacBook greifen?
  • Wie viele Neukunden werden die Chance nutzen mit einem „günstigen“ MacBook nano auf Apple zu switchen und damit auf den Geschmack kommen?

Mein Fazit
Ich habe unheimlich Bock drauf und hoffe, dass es kommt. 600 Euro halte ich für die absolute Schmerzgrenze und alles zusammen nur für realisierbar, wenn mit 9400M und OpenCL der nötige Druck unter die Haube kommt, die wir Apple Fanboys erwarten.

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Autor: mcmatten

Musikbegeisterter Pendler, begeisterungsfähiger Nörgler, neumünchner Niedersachse mit penetrantem Hang zu Apple, Musik, Fotografie und Werder Bremen!

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