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Ein S10e macht Eindruck

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Meine Leidensgeschichte auf der Suche nach dem passenden Netbook hielt ja nun schon lange genug an. Da habe ich bereits die Windows Vista Installation vorbereitet, in Hoffnung auf ein Acer One, das dann doch aus der engeren Wahl fiel. Dann über die verschiedensten Netbooks philosophiert und mich gedanklich bereits auf ein Lenovo S10e vorbereitet, während später dann auch bei diesem Traum Ernüchterung eintreten sollte.

Lange Rede, kurzer Sinn – es wurde schlussendlich nun doch ein S10e und da ich es nun schon zwei Wochen benutze und bisher einfach nur zu schreibfaul war, hat Johnny vom 01blog mein Fazit vorweggenommen (Kaule hat ja bisher nur vorsichtig angetestet :) ). Doch ich wäre nicht ich, wenn ich nicht auch nochmal ein wenig meinen Senf zum Objekt der Begierde geben würde.

Was beim Ideapad auf den ersten Blick und im Gegensatz zu anderen Netbooks absolut gefällt, sind die Abmessungen und das schlichte und coole Design. Auch, wenn ich erst die rote Version nehmen wollte, weil ich es als Apple-Fanboy bereits absolut gewohnt bin, Dinge nach dem Style auszusuchen, weil ich weiß, dass die Funktion ohnehin der absolute Kracher ist, bin ich – ungesehen des Erstwunsches – wirklich froh, dass ich die schlichte, schwarze Version genommen habe. Elegant und trotzdem business-tauglich. Hätte ich Lenovo fast nicht zugetraut.

Der Eindruck vom kritisierten Display – zu dunkel und zu spiegelnd soll es sein – ist ausgesprochen gut und auch im Zug bei heller Umgebung funktioniert es, das sei vorweggenommen, sehr gut. Auch die Tastatur fühlt sich sehr angenehm an und die “News”, das S10e würde zu heiß werden, erweisen sich mittlerweile als Bullshit.

Der Start
Die Windows XP Installation benötigt einige Updates, was man von Windows ja nun leider gewohnt ist. Die Quick-Start Installation kann man getrost links liegen lassen – es bringt rein gar nichts und macht auch keinen Spaß. Auch mit 1GB Arbeitsspeicher im Auslieferungszustand fühlt sich Windows XP SP3 ziemlich flüssig an – ein Upgrade auf 2GB werde ich in Kürze vornehmen. Besser ist eben besser als gut :)

Browsen
Nach dem IE8, Firefox und Safari (für den Abgleich meiner Lesezeichen über Mobile Me und weil es einfach immer noch mein Lieblingsbrowser ist), bin ich auf dem Netbook nun bei Chrome als Standardbrowser gelandet. Zum einen ist Chrome sauschnell, Webkit ist der Hammer und Google hat es wirklich als einziger geschafft, den vorhandenen Platz unglaublich optimal auszunutzen. Mit Chrome fühlt es sich wirklich so an, als ob das Netbook einen “ausgewachsenen” Monitor hat.

Office
Office 2007 auf einem Netbook zu installieren fand ich ein wenig überdimensioniert. Auch wenn es für die meisten Nutzer möglich sein sollte, zur Home&Student Version zu greifen, die sich ja bekanntlich auf 3 PCs installieren lässt und aktuell in der Promo nur schlappe 70 Euro kostet, reicht meiner Meinung nach OpenOffice auf einem Netbook völlig.
Um ganz auf Nummer sicher zu gehen, habe ich mir noch den Word, Excel und PowerPoint Viewer installiert. Nimmt nicht viel Platz weg und macht besonders bei PowerPoint Präsis einen schickeren Eindruck.

Bildbearbeitung
Zugegeben, ich habe darüber nachgedacht, Photoshop und Photoshop Lightroom auf meinem S10e auszuprobieren. Ich habe es dann mit einer Testversion von Photoshop Elements versucht. Die größte Hürde dabei ist nur leider die sehr eingeschränkte Höhe des Displays. Ein Netbook mit 1280*800 Pixeln wäre hier der Hammer. Ja, ich spinne, ich weiß.
Auf Festivals und Konzerten, für die mir mein MacBook Pro zu schade ist, werde ich mich wohl erstmal nur an Picasa auf dem Lenovo halten – das funktioniert nämlich super.

Bloggen
Ich wollte es eigentlich mit dem Windows Live Writer probieren, der ja auch Einträge an WordPress senden kann. Fühlt sich aber echt beschissen an und macht absolut matschigen Code, der die “Nachbearbeitung” im Admin-Menü fast unmöglich macht. Nun habe ich eine andere Lösung gefunden, die sich für meine Zwecke sogar noch viel besser eignet. Ich habe auf meinem MacBook Pro und auf dem Netbook Evernote installiert. Überall, wo ich dies nicht habe, kann ich eine sehr komfortable Webseite nutzen. Und schon habe ich auf allen Geräten meine Notizen, meine Ideen und meine fertigen Blogeinträge parat, kann an jeder Stelle weiterschreiben und bin nur zum Sync auf eine Internetverbindung angewiesen. Macht bisher einen sehr soliden Eindruck – und Spaß.

Fenster, Pinguine, Leoparden
Auch in meinen Lieblingsblogs ist der Hackintosh mittlerweile Thema. Ob mit dem Austausch der WLAN-Karte, um den EeePC fit zu machen, oder bei den lieben Freaks von aptgetupdate, der Reiz ein überlegenes Betriebssystem auf kleinen, schnuckligen Maschinchen zu installieren ist nicht wegzulügen. Ich selbst habe mich noch nicht daran getraut, mir aber schon meine Gedanken gemacht, die in einem der nächsten Einträge zu Tage kommen werden.
Ganz mit Windows zufrieden geben wollte ich mich dennoch nicht und habe einmal Ubuntu auf dem S10e installiert. Klar, es fühlt sich nicht schlecht an, es macht über weite Strecken sogar Spaß, aber irgendwie fehlt mir persönlich etwas. Manchmal kommt es mir so vor, als ob Ubuntu auf dem Bildschirm sogar noch mehr Platz braucht als Windows XP.
Dafür habe ich eine andere, unglaublich bekloppte Idee. Wenn in Kürze die Beta von Windows 7 herauskommt, werde ich einmal ausprobieren, wie sich die Jagd aus Redmond auf den Leoparden auf einem Netbook anfühlt. Irgendwie habe ich das Gefühl, es könnte toll werden.

Das Fazit
Tja, als Fazit kann ich mich nur wieder auf den guten Johnny berufen: Bis sich Apple aufrafft und ein Netbook baut (nächster Eintrag *blingbling*) ist mein S10e ein wirklich hervorragender Ersatz für ein kommendes MacBook nano, mit dem es Spaß macht, unterwegs zu bloggen und zu arbeiten, der optisch und qualitativ einwandfrei ist und der mit bald 2GB Arbeitsspeicher zum Tier werden wird. Schlussendlich habe ich mich dann wohl doch absolut richtig entschieden. Ein gutes Gefühl.

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Author: mcmatten

Musikbegeisterter Pendler, begeisterungsfähiger Nörgler, neumünchner Niedersachse mit penetrantem Hang zu Apple, Musik, Fotografie und Werder Bremen!

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