die metzger der muse

… weil kunst mitunter doch von können kommt!

Solang’ die dicke Frau noch singt – auf dem Balkon gegenüber

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Es gibt so Tage, da habe ich das Gefühl, ich müsste den Blogeintrag, der mir auf der Zunge klebt und unter den Fingernägeln brennt, auf englisch verfassen. Nicht, weil ich so ein großer Künstler dieser indogermanischen Sprache wäre – mein Wortschatz der Weltzsprache ist einfach nur so beschränkt, dass ich es nur damit schaffen würde, mich auf das wesentliche zu beschränken.

Heute ist so ein Tag. Doch ausgerechnet heute habe ich mich bereits am frühen morgen mit deutschsprachiger Musik konfrontiert. Wenn ich nun abtrünnig werden würde, hätte ich ein schlechtes Gewissen. Und so frage ich mich in meiner Muttersprache, warum die zweite Single-Auskopplung des dritten Studio-Albums eines Berliner Antialkoholikers nicht bereits vor gut einem Jahr veröffentlicht wurde.

Außerdem, und das passt eigentlich zur gestern angestoßenen Diskussion (über den Balkon gegenüber hinter all diese Fenster), birgt der Ausspruch „Solang‘ die dicke Frau noch singt, ist die Oper nicht zu Ende“ meiner bescheidenen Meinung nach einen gravierenden Fehler. Wenn jemand die Vorstellung frühzeitig abbricht und dir Hausverbot für die Oper erteilt, ist die Oper auch zu Ende, ohne zu Ende zu sein – und die Chance auf einen erneuten Besuch mit einer ausnahmsweise einmal schönen Vorstellung ist genommen. Da kann die dicke Frau singen, was und wie sie will. Aber es gibt ja schließlich auch noch das Kino, Theater, Musicals,…

Und wenn ich so überlege, was in den vorangehenden Zeilen steht und dass ich damit ein neues Hoch des Missverstanden-Werdens erreichen werde, muss ich fast schon ein wenig schmunzeln. Ich glaube ich habe es mal wieder geschafft, sogar mich selbst zu verwirren…

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Author: mcmatten

Musikbegeisterter Pendler, begeisterungsfähiger Nörgler, neumünchner Niedersachse mit penetrantem Hang zu Apple, Musik, Fotografie und Werder Bremen!

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