die metzger der muse

Der sturmfreie Rockstar und die zuckersüße Lügnerin

Thursday, 19. February 2009 von mcmatten

Hey giiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiirl“, brüllt der kleine Emo. Noch vor wenigen Sekunden stand er am Fenster und vergewisserte sich, dass auch der letzte Bewohner dieses Hauses – außer ihm natürlich – die Tür hinter sich schloss. Sturmfrei. Ja! Sturmfrei hatte er, der kleine Emo! Und wenn Emo Ticon sturmfrei hat, wird er zum Rockstar. Vor noch weniger Sekunden sprintete er in sein Schlafzimmer, zog seine Sticks, die er höchstpersönlich nach einem ziemlich großen, fantastischen, nahezu unvergleichlichen Konzert gefangen hatte, aus dem speziell dafür vorgesehenen und ziemlich zeigbaren Stick-Fach, rannte am CD Player vorbei und drückte den Knopf der Knöpfe, bevor er mit einem riesigen Satz auf das Sofa sprang und schrie.
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Der Buchstabenexibitionist

Thursday, 19. February 2009 von mcmatten

Auch wenn dem kleinen Emo Ticon eine latente autobiografische Anmutung angedichtet wird und diese besonders in Punkto Musikgeschmack nicht von der Hand zu weisen ist, so belustigen mich die Gedanken meiner Leser doch ungemein. Danke dafür

Eigentlich wollte ich nur eine Figur schaffen, die mal außerhalb meiner Sorgen und Gedanken agieren kann und es mir vor allem erleichtert zu schreiben – auch und besonders über Musik.

Und während mein Zug gerade wieder verspätet aus dem Bahnhof ausfährt und ich diese Zeilen schreibe, habe ich den nächsten Song im Ohr, der die Hintergrundmelodie einer neuen Geschichte sein wird. Und liebe Leute – denkt nicht nach. Seht es als das, was es ist. Bespaßung eines Buchstabenexibitionisten.

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I am a flower, I grow for you

Monday, 16. February 2009 von mcmatten

without your water I will die, won´t you care for me, won´t you caaaaaaare“, schwirrt es dem kleinen Emo von der Bühne in seinem Kopfkino entgegen, als er die Gießkanne leicht neigt. Tag für Tag benetzt er die kleine, zierliche Pflanze mit etwas kühlem Nass. Da ist er penibel, da ist er verlässlich, da lässt er nichts auf sich kommen. Schließlich weiß er, dass es Dinge gibt, die man permanent hegen und pflegen muss, damit sie heile und schön bleiben, damit sie wachsen und gedeihen. Ist man nachlässig, beginnt die Pflanze erst einmal zu welken, ist es schwer, sie wieder aufzupeppeln. Das weiß er. Und das erfordert noch viel mehr Energie… Und die mag doch meistens niemand aufzubringen. Das weiß er leider auch.
Er ist da anders, das kann er mit guten Gewissen sagen. „I am a flower, in the sun – I bloom. I am a flower, I grow for you“, singt die kleine Blume vor seinem geistigen Auge zurück. Heute ist er ein stolzer kleiner Emo…

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God it feels like it only rains on me

Sunday, 15. February 2009 von mcmatten

God it feels like it only rains on me“, summt sich der kleine Emo in seinen Flaum, streicht sein schwarz gefärbtes, eingeschäumtes Haar aus dem Gesicht und dreht sein Duschwasser ein wenig wärmer. Irgendwie ist ihm kalt – und außerdem kann man nach einer heißen Dusche tolle Dinge auf den beschlagenen Spiegel malen. Gedankenvoll zeichnet er schon wieder die tollsten Bilder vor seinem geistigen Auge…

Er zwingt sich aufzuwachen, raus aus den Gedanken und verfällt doch wieder in eins seiner Selbstgespräche. „Emo Ticon, mein Freund“, schreit er sich stumm ins Gewissen, „you can’t spell believe without lie!“. Ein kurzes Nicken, dann spült er den Schaum aus dem Haar und tastet mit geschlossenen Augen – er duscht am liebsten mit geschlossenen Augen, lauscht dem Plätschern des Wassers und spürt die heißen Tropfen auf seine Haut trommeln – nach dem flauschigen, schwarzen Handtuch. Ein Schritt in die Kälte, Gänsehaut, drei Sterne auf den beschlagenen Spiegel gemalt und wieder hinein in die merkwürdig fremde Welt, die sich Realität nennt. Gruselig…

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Alles wird sich ändern…

Sunday, 15. February 2009 von mcmatten

Heute ist wieder einer dieser Tage, an dem mich das Gefühl übermannt, dass ich an dieser Stelle etwas ändern muss. Und dabei geht es gar nicht darum, dass ich mehr schreiben muss. Ich müsste einfach mehr veröffentlichen.

Aber mein größtes Problem ist wohl, dass ich diesen Blog für meine Gedanken nutze und dabei zumeist einen Wink mit dem Zaunpfahl verstecke. Sei es für mich, wenn ich mir mal wieder selbst in den Arsch treten muss, für andere, wenn ich der Meinung bin, dass sie sich das Leben mal wieder viel zu schwer machen, aber – und das macht mir am meisten Bauchschmerzen – viel zu häufig für diejenigen, die von sich aus augenscheinlich nicht fähig sind, mich zu verstehen oder zu nehmen, wie ich bin.

Und eigentlich widerstrebt mir genau diese Tatsache. Darauf zu warten, dass die richtigen Leute lesen, was ich denke, zu hoffen, dass sie verstehen, was ich meine und dann auch noch umsetzen, was sie bisher nicht kapiert haben, grenzt an Idiotie. Denn ganz ehrlich – bislang fällt mir kein Beitrag ein, bei dem das wirklich funktioniert hat. Und so bin ich mal gespannt, ob ich mir das in Zukunft verkneifen kann und wieder sinniges Zeug schreibe…

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Ich glaub‘ ich werde Boxer

Sunday, 08. February 2009 von mcmatten

Bisher kam ich noch nie auf die Idee, aber…

Nachdem ich gestern nach einem ziemlich lustigen Tag (vielleicht berichte ich an dieser Stelle auch noch davon) nach Hause kam und ich rechtzeitig zur ersten Runde den Fernseher angeschaltet habe, kam mir eine merkwürdige Frage.

Wenn ich Boxer wäre, welches Lied würde ich dann für den Einmarsch benutzen.

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Voting: Männersongs, Dunkelheit oder (Band)Salat

Friday, 06. February 2009 von mcmatten

Schon wieder ist hier seit zu langer Zeit nichts geschrieben worden. Das hängt zum einen sicherlich damit zusammen, dass sich in den letzten Wochen meine Prioritäten noch einmal ein wenig zurechtgerückt haben, zum anderen, und das ist wohl der gewichtigere Grund, fiel es mir unglaublich schwer etwas zu schreiben, dass nicht wieder falsch interpretiert werden konnte, nur weil man von mir eine Meinung, Entschuldigung oder einen Vorstoß zu etwas hören will.

Nun, wie auch immer, ich glaube nicht, dass ich Missinterpretationen vermeiden kann. Und wer was nicht versteht, kann mich ja auch immerhin fragen (wenn er sich traut).

Fast hätte ich einen Beitrag geschrieben, der da heißt „zu viele Songs, über die ich schreiben wollte“, hätte daraus eine Serie gemacht und immer nur den Songnamen gepostet. Das ist aber nicht nur besonders unspannend, sondern auch noch besonders unkreativ. Daher mache ich es anders. Ich sage „zu viele Songs, über die ich schreiben wollte, also bestimmt gefälligst die Reihenfolge in der dies passiert selbst, liebe Leser“.

Also, hier ist die Aufforderung. Wählt aus den folgenden Songs, macht eigene Vorschläge, haut mir zwischen die Hörner!
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