Heute ist wieder einer dieser Tage, an dem mich das Gefühl übermannt, dass ich an dieser Stelle etwas ändern muss. Und dabei geht es gar nicht darum, dass ich mehr schreiben muss. Ich müsste einfach mehr veröffentlichen.
Aber mein größtes Problem ist wohl, dass ich diesen Blog für meine Gedanken nutze und dabei zumeist einen Wink mit dem Zaunpfahl verstecke. Sei es für mich, wenn ich mir mal wieder selbst in den Arsch treten muss, für andere, wenn ich der Meinung bin, dass sie sich das Leben mal wieder viel zu schwer machen, aber – und das macht mir am meisten Bauchschmerzen – viel zu häufig für diejenigen, die von sich aus augenscheinlich nicht fähig sind, mich zu verstehen oder zu nehmen, wie ich bin.
Und eigentlich widerstrebt mir genau diese Tatsache. Darauf zu warten, dass die richtigen Leute lesen, was ich denke, zu hoffen, dass sie verstehen, was ich meine und dann auch noch umsetzen, was sie bisher nicht kapiert haben, grenzt an Idiotie. Denn ganz ehrlich – bislang fällt mir kein Beitrag ein, bei dem das wirklich funktioniert hat. Und so bin ich mal gespannt, ob ich mir das in Zukunft verkneifen kann und wieder sinniges Zeug schreibe…
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15.02.2009 at 14:14
nun ja, Gedankenlesen ist so eine Sache, alternativ gibt es da ja noch die Methode die Cit gerade in seinem blog propagiert hat.
Aber hey, wenn man etwas will, muss man es schon direkt sagen, ob man es bekommt steht dennoch auf einem anderen Blatt.
Auch ich lerne immer wieder, dass winken mit dem Zaunpfahl einen manchmal nur wie dämliche vogelscheuche ausschauen lässt, egal um was es geht.
15.02.2009 at 18:21
propagiert? =o8
15.02.2009 at 19:05
http://de.wiktionary.org/wiki/propagieren
[1] eine (oft politische oder philosophische) Idee, Meinung verbreiten bzw. dafür werben
Ich meine damit “Medienkompetenz, Ethik und Zwei Null”
15.02.2009 at 20:10
@jan: mit dem zaunpfahl winken muss man ja nur dann, wenn man es direkt nicht sagen kann (will, sollte, dürfte,…). alles, was man direkt sagen kann, macht direkt ja nun auch wirklich mehr sinn.
die frage allerdings ist doch, in wie weit es sinnig ist, mit dem zaunpfahl zu winken und sich gedanken darüber zu machen, wie man das ganze für die betreffende person am besten verpackt. man verbringt so viel zeit damit, sich in diese person hineinzuversetzen, dass man hinterher nur enttäuscht sein kann, weil der einsatz für das, was dabei rumkommt (meistens nämlich nichts) viel zu groß ist.
wenn der/die andere auch nur einen bruchteil der zeit verwenden würde, sich in dich (oder eben mich) hinein zu versetzen, dann wäre vieles viel einfacher.
aber so ist das nunmal, es gibt die menschen, die viel grübeln, sich gedanken machen und mit dem grübelmonster ins bett gehen – und es gibt die anderen…
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