Auch wenn ich Herbert, Christian und Hanspeter nicht kenne, ich habe mich vom Stephan anstecken lassen, weil ich die Idee einfach unglaublich witzig finde.
Und nun interessierts mich, wie es beim Professor Dr. Schmidt und einem Webarchitekten aussieht – und der Rest darf sich auch angesprochen fühlen!
Tjoar, viel passiert es ist in den letzten Tagen – wie man jetzt so modern sagt. Die Vodafone-Kampagne hat das erste Opfer gefordert und einen neuen Höhepunkt genommen, für den ich mich schon ziemlich geschämt habe und der mich sogar etwas wütend gemacht hat. Wütend, weil ich gerne eine erste erfolgreiche “Web 2.0 Kampagne” gesehen hätte und eigentlich erwartet hatte, dass man bei den Leuten, die man dort eingekauft hat, so etwas nicht erleben muss. Darum soll es aber nicht gehen. Hier nicht.
Denn während die Kommentare im Vodafone-Blog überhand nahmen und mich ein wenig an das unsinnige, unterirdische und unüberlegte Bashing erinnerten, das ich letzten Mittwoch über mich ergehen lassen musste, nachdem ich eine gar nicht so unstolze Menge Windows 7 innerhalb von 20 Minuten in den Markt gedrückt habe, konnte der Magenta-Riese ungestraft die “Tethering-Option” für das iPhone für günstige 20 Euro durchsickern lassen. Ja klar, dafür gibt es dann aber auch stolze 3GB Transfer extra, aber…
Bullshit! Ich will keine scheiß 3GB extra! Ich zahle verdammte 50 Euro pro Monat und ich will einfach mal im Zug (oder wo auch immer) auch auf meinem Notebook eMails checken, surfen oder bloggen. Ich wette, dass ich nicht der einzige bin, der sich gerade ein wenig Kotze von der Unterlippe wischen muss.
Bereits am Freitagmorgen hatte ich die ersten Zeilen getippt und versucht meinem Ärger oder zumindest meiner Enttäuschung Luft zu machen. Da dies an anderer Stelle schon besser gelungen ist, habe ich mir lieber einmal die Kommentare in Ruhe zu Gemüte geführt und versuche nun lieber – ebenso in Ruhe – meine Gedanken zu Papier zu bringen.
Dass ich ein Fan des Palm Pre bin, ohne ihn bereits zu besitzen, ist ja nun kein Geheimnis. Irgendwie ist dieses Gerät neben meinem iPhone 3G (das hoffentlich bald ein 3GS wird) das einzige mobile Internetdevicemobiltelefonorganizer, das ich wirklich sexy finde. Wahrscheinlich weiß dies auch Apple, weshalb sie die Erkennung der iPods in iTunes „optimiert“ (und damit den Sync des Palm Pre über iTunes unterbunden!) haben.
Ganz ehrlich – was soll das? Apple ist doch das Unternehmen, das es als einziges schafft, die Bedienung der Geräte unglaublich einfach zu halten, auf tausend zusätzliche Programme zu verzichten, denglisch die Usability bis zur Perfektion zu treiben. Gut, das einzige Unternehmen, das dies kann, wollen sie sicher auch bleiben. Doch was sie dem Benutzer damit „antun“… ok, das wurde in letzter Zeit auch bei Apple wenig überlegt.
Das Palm Pre Team war sich bewusst, dass das nicht so die feine englische Art ist, das Gerät einfach als iPhone auszugeben und damit iTunes zu überlisten. Für den Benutzer, und zwar den Mac User, demjenigen, der Apple also am Herzen liegen sollte, war es perfekt. Er hat sich schon damit abgefunden, dass er sich in die Form pressen lassen muss und seinen iPod und sein iPhone nur benutzen kann, wenn er seine gesamte Musik, sein halbes Leben in iTunes importiert. Und nun soll er es für ein weiteres Gerät ändern? Das bringt ihn sicherlich nicht vom Palm Pre weg und zum iPhone hin (dann hätte er sich bereits ein iPhone gekauft!), sondern frustriert ihn einfach nur.
Ich bin weiterhin heiß auf den Palm Pre und ich hoffe, dass es das Pre Team hinbekommt, iTunes weiterhin als Plattform zu benutzen. Apple hat keinen weiteren Aufwand dadurch – es kann ihnen schlichtweg egal sein. Und ja, ich bin mir durchaus bewusst, dass auch für iTunes Entwicklungskosten entstehen – aber auch Palm Pre User kaufen Musik, Serien, Filme. Und zwar über iTunes! Bis vergangenen Donnerstag zumindest…
Ich habe ein Problem: Einen Generationenkonflikt. Nein, jetzt nicht mit meinen Eltern, wie sich das gehört – mehr mit mir selbst, oder so. Vor kurzem musste ich mich noch in das Korsett der Generation C64 pressen lassen, nur weil ich mich nicht der Zensur unterwerfen wollte, obwohl ich noch dachte, mitten in der Generation Doof angekommen zu sein, jetzt bin ich die Generation Upload, obwohl ich mit meinem C64 nie auf die Idee gekommen wäre, in´s Internet zu gehen, geschweige denn etwas up zu loaden (schreibt man doch als Generation Neue Rechtschreibung auseinander, oder?). Noch dazu habe ich ja nicht einmal rot gefärbte Haare – ja selbst mit den Haaren an sich wird es langsam aber sicher weniger, was mich ernsthaft irritiert.
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