Es sind diese Tage, Tage wie heute, an denen nichts hilft. Dann nehme ich ihren Glücksbringer, benetze ihn mit ihrem Parfüm, trinke ihr Wasser, denke an sie, versuche sie zu riechen, sie zu schmecken.
Und dann wünsche ich, dass es bald vorbei ist, und denke daran und weiß, dass ich sie bald wieder bei mir habe. Und dann kann ich sie wahrhaftig riechen, schmecken – und sie in meinen Armen halten, während ich weiterhin ununterbrochen an sie denke.
Morgen, endlich!
Irgendwie ist es schon witzig. Da sitzt man verträumt auf dem Sofa, bestaunt den Vollmond, wie er sich hinter den Wolken verschanzt, wie er verschmitzt hervorschaut, um gerade genug Licht zu geben, dass der verträumte, staunende Zwerg am Boden Dinge imposanten Gebilde am Himmel hineininterpretieren kann, die nur er sieht, er ganz allein. Und während man so schaut, und staunt, und träumt, meldet sich eine Melodie, die sich behutsam von hinten anschleicht, langsam aber sicher lauter wird:
Weil die Zeit sich so beeilt
und so wenig bleibt von dem was einmal war
weil das Licht so leicht zerbricht
sehn wir die Dinge manchmal seltsam sonderbar
Es ist September, das Jahr neigt sich dem Ende zu. Viel passiert, viel erlebt, viel erfahren, viel gewonnen, viel verloren und vieles ungeklärt in die Ecke gestellt, hinter der es hervorblickt, wie der Mond hinter seinem vermeintlichen Versteck, stark genug leuchtend, um auf sich und die großen, mächtigen Wolken aufmerksam zu machen.
Und ich hab mich öfter schon gefragt,
warum man manche Zeiten mag
und manche Zeiten eben nicht
und man auch fast daran zerbricht.
So if you’re lonely
You know I’m here waiting for you
Leise und verträumt summt der kleine Emo in die Frühlingsnacht und… Gibt es überhaupt so etwas, wie eine typische Frühlingsnacht? Tausend Gedanken schießen ihm durch den Kopf. Klar gibt es klirrend kalte Winternächte, an denen er mindestens so verträumt wie in diesem Moment in den Himmel schaut, der bei dieser eisigen Kälte klar ist wie frisches Bergquellwasser und einen freien Blick auf die Sterne erlaubt, die er dann so gerne beobachtet. (more…)
Heute ist wieder einer dieser Tage, an dem mich das Gefühl übermannt, dass ich an dieser Stelle etwas ändern muss. Und dabei geht es gar nicht darum, dass ich mehr schreiben muss. Ich müsste einfach mehr veröffentlichen.
Aber mein größtes Problem ist wohl, dass ich diesen Blog für meine Gedanken nutze und dabei zumeist einen Wink mit dem Zaunpfahl verstecke. Sei es für mich, wenn ich mir mal wieder selbst in den Arsch treten muss, für andere, wenn ich der Meinung bin, dass sie sich das Leben mal wieder viel zu schwer machen, aber – und das macht mir am meisten Bauchschmerzen – viel zu häufig für diejenigen, die von sich aus augenscheinlich nicht fähig sind, mich zu verstehen oder zu nehmen, wie ich bin.
Und eigentlich widerstrebt mir genau diese Tatsache. Darauf zu warten, dass die richtigen Leute lesen, was ich denke, zu hoffen, dass sie verstehen, was ich meine und dann auch noch umsetzen, was sie bisher nicht kapiert haben, grenzt an Idiotie. Denn ganz ehrlich – bislang fällt mir kein Beitrag ein, bei dem das wirklich funktioniert hat. Und so bin ich mal gespannt, ob ich mir das in Zukunft verkneifen kann und wieder sinniges Zeug schreibe…
Da zog sich dieser lange Tag dahin und die ganze Zeit dachte ich darüber nach, dass ich noch unbedingt über zwei ganz wichtige Themen bloggen muss, die endlich mal wieder den Bogen zurück zur Muse schlagen – und dann. Ja dann wurde der Abend noch so witzig, dass ich vergessen habe was ich schreiben wollte. Nein, nicht das Thema an sich, sondern die so vermeintlich klug klingenden Phrasen, die man sich zurechtlegt, während man verträumt aus dem Fenster schaut und seine Gedanken kreisen lässt.
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Es gibt so Tage, da habe ich das Gefühl, ich müsste den Blogeintrag, der mir auf der Zunge klebt und unter den Fingernägeln brennt, auf englisch verfassen. Nicht, weil ich so ein großer Künstler dieser indogermanischen Sprache wäre – mein Wortschatz der Weltzsprache ist einfach nur so beschränkt, dass ich es nur damit schaffen würde, mich auf das wesentliche zu beschränken.
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… überlege ich, ob nicht einfach mal auf meine gute Erziehung scheißen sollte, und frisch und frei heraus sage, was ich denke. In diesem Fall:
Fick Dich!
Nachdem mir das Weihnachtsfest gehörig verhagelt wurde, ich mich fast dazu hinreißen lassen könnte, dass es zum Jahr 2008 durchaus passt und ich dank Pharma-Industrie und halber Apotheke neben dem Bett wieder so fit bin, dass ich auch an dieser Stelle wieder gehörig meiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen kann, dem Nörgeln, kommt doch wieder alles ganz anders.
Eine ganze Zeit habe ich mir besser verkniffen, an dieser Stelle in die Tasten zu greifen. Die wenige Zeit, die irgendwo zwischen beschissen schlafen und arbeiten übrig blieb, hätte ich so füllen müssen, wie es der gute Herr Schmidt vorgemacht hat. Um ehrlich zu sein, würde dieser Eintrag heute auch nicht großartig anders lauten dürfen…
Mit einem kurzen Blick auf gestern schwebt mir eigentlich nur eine Phrase des jüngsten Coldplay Albums im Kopf herum. Der Titel – die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und allem.
Those who are dead are not dead
They’re just living in my head
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