Nun sind einige Tage vergangen und ich habe mir extra viel Zeit gelassen, auch über meine Eindrücke zum neuesten Baby meines Lieblingsherstellers aus Cupertino zu schreiben. Nach den Gerüchten im Vorfeld und der Ernüchterung der Beobachter im Nachhinein – die dann in blindem Bashing endete – finde ich es nun an der Zeit zu schreiben, warum ich mir das iPad mit ziemlicher Sicherheit kaufen werde.
Ich hatte das Glück über Weihnachten einen eBook-Reader testen zu können und ich denke ich hätte ihn gekauft, könnte ich PDFs vernünftig darauf lesen – Fehlanzeige. Das schicke Rein- und Rauszoomen, wie man es mittlerweile vom iPhone gewöhnt ist und wie ich es auch gebraucht hätte, da ein A4-PDF auf einem 7″ eBook-Reader einfach nicht in “Vollbild” lesbar ist, funktioniert nicht. Selbst wenn es nicht mit einem einfach Fingertipp möglich gewesen wäre (darüber hätte ich vielleicht noch hinweg sehen können), ist das Zoomen mit den + und – Tastern zur Qual geworden. Die Zeit, die ich zum Navigieren gebraucht hätte, hätte ich ebenso gut dafür nutzen können, das PDF auszudrucken und zum Binden bringen zu lassen (wahrscheinlich sogar für ein neues Artwork, wenn in der Zwischenzeit nicht sogar schon die überarbeitete Version entstanden wäre…)
Dies verspreche ich mir unter anderem vom iPad. Ich will mir PDFs runterladen, ich will sie lesen können. Das will ich tun, ohne dass die Tastatur im Weg ist. Und ich will es im Hochformat tun. Ich will mein Notebook nicht schräg halten, ich will an meinem Netbook nicht wild zoomen und ich will es schon gar nicht zu Hause an meinem Schreibtisch lesen, nur weil ich dort einen Monitor hätte, der zwei A4 Seiten bequem nebeneinander darstellt. Ich will es einfach, schnell und praktisch.
Ich werde in Zukunft sicherlich auch noch mehr Zeit in Zügen verbringen. Wenn ich dort eMails noch einfacher bearbeiten kann, als mit meinem iPhone; Wenn ich Filme scharf und gut anschauen kann – wie auf meinem MacBook Pro, nur eben handlicher, wie auf meinem iPhone, nur eben größer; Wenn ich dazu noch meine Musik genießen, im Internet surfen und spielen kann; Wenn ich alles machen kann, wozu ich Bock habe – und noch dazu mit einem möglichst kleinen – aber eben auch maximal großen Gerät – dann freue ich mich darauf.
Was ich nicht will: Ich will keine Romane lesen. Deshalb brauche ich eben auch keinen eBook Reader. Und das iPad ist eins nicht: Ein eBook Reader! Ja klar, Apple launcht einen Book-Store. Können sie, sollen sie. Damit öffnen sie Türen, damit erzeugen sie Druck. Das kann insgesamt für den Kunden nur gut sein. Ich lese meine Bücher immer noch als Buch, als echtes Buch! Es ist mir also gelinde gesagt scheißegal, ob das böse iPad nur ein LED-Display hat und kein *setze hier ein, was auch immer so an neuen Displays entwickelt wird*. Klar hätte ich mich gefreut, wenn das iPad einen “eBook Reader Modus” gehabt hätte, der eInk Displays nahe gekommen wäre. Das wäre sicherlich auch für meine PDFs nochmal ein Stück schöner geworden. Aber ganz ehrlich: Ich würde umfangreiche Bücher auch nicht auf einem eBook Reader lesen. Ich lese verdammt nochmal Bücher. Und ich konsumiere darüber hinaus tonnenweise digitale Inhalte: kurze PDFs; Blogs, Nachrichten und was sonst noch so über meinen Feedreader reinkommt; Twitter; Facebook; eMails; Podcasts; Musik; Filme;… eben alles, was mir mein iPad perfekt darstellen wird.
Darüber hinaus – und das ist auch der Grund, warum ich von Sekunde Null an mit meinem alten 12″ iBook G4 so unglaublich zufrieden war – habe ich keinen Bock mich um irgendwelche technische Scheiße zu kümmern. Zum Basteln habe ich meinen Windows PC. Wenn ich einfach nur konsumieren (oder in Ruhe arbeiten) will, dann habe ich meine Apple Produktpalette. Weil es einfach funktioniert. Und weil es einfach funktioniert.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich dieses oder jenes umfangreicher, aufwändiger und billiger haben könnte. Ich bin auch nicht zu unfähig mir einen Windows oder einen Linux PC (Notebook, Netbook, Tablet) einzurichten. Ich bin mir lediglich zu schade dazu!
Bereits am Freitagmorgen hatte ich die ersten Zeilen getippt und versucht meinem Ärger oder zumindest meiner Enttäuschung Luft zu machen. Da dies an anderer Stelle schon besser gelungen ist, habe ich mir lieber einmal die Kommentare in Ruhe zu Gemüte geführt und versuche nun lieber – ebenso in Ruhe – meine Gedanken zu Papier zu bringen.
Dass ich ein Fan des Palm Pre bin, ohne ihn bereits zu besitzen, ist ja nun kein Geheimnis. Irgendwie ist dieses Gerät neben meinem iPhone 3G (das hoffentlich bald ein 3GS wird) das einzige mobile Internetdevicemobiltelefonorganizer, das ich wirklich sexy finde. Wahrscheinlich weiß dies auch Apple, weshalb sie die Erkennung der iPods in iTunes „optimiert“ (und damit den Sync des Palm Pre über iTunes unterbunden!) haben.
Ganz ehrlich – was soll das? Apple ist doch das Unternehmen, das es als einziges schafft, die Bedienung der Geräte unglaublich einfach zu halten, auf tausend zusätzliche Programme zu verzichten, denglisch die Usability bis zur Perfektion zu treiben. Gut, das einzige Unternehmen, das dies kann, wollen sie sicher auch bleiben. Doch was sie dem Benutzer damit „antun“… ok, das wurde in letzter Zeit auch bei Apple wenig überlegt.
Das Palm Pre Team war sich bewusst, dass das nicht so die feine englische Art ist, das Gerät einfach als iPhone auszugeben und damit iTunes zu überlisten. Für den Benutzer, und zwar den Mac User, demjenigen, der Apple also am Herzen liegen sollte, war es perfekt. Er hat sich schon damit abgefunden, dass er sich in die Form pressen lassen muss und seinen iPod und sein iPhone nur benutzen kann, wenn er seine gesamte Musik, sein halbes Leben in iTunes importiert. Und nun soll er es für ein weiteres Gerät ändern? Das bringt ihn sicherlich nicht vom Palm Pre weg und zum iPhone hin (dann hätte er sich bereits ein iPhone gekauft!), sondern frustriert ihn einfach nur.
Ich bin weiterhin heiß auf den Palm Pre und ich hoffe, dass es das Pre Team hinbekommt, iTunes weiterhin als Plattform zu benutzen. Apple hat keinen weiteren Aufwand dadurch – es kann ihnen schlichtweg egal sein. Und ja, ich bin mir durchaus bewusst, dass auch für iTunes Entwicklungskosten entstehen – aber auch Palm Pre User kaufen Musik, Serien, Filme. Und zwar über iTunes! Bis vergangenen Donnerstag zumindest…
Nun, ich bin wahrlich nicht der erste, der ein Netbook von Apple fordert, auch nicht der einzige, der es bislang für Unwahrscheinlich gehalten hat, nicht der letzte, der mit dem Gedanken spielt, OSX auf sein Netbook zu hacken und damit auch lange nicht der Vorreiter, sondern eher noch ein zögerlicher Nachzügler.
Doch sind wir einmal ehrlich, ohne einige Grundvorraussetzungen, die so ein Apple Netbook mit sich bringen müsste, macht es keinen Sinn. Ich habe mir etliche Gedanken zu dem Thema gemacht und erwarte mindestens belächelt zu werden…
(more…)
Meine Leidensgeschichte auf der Suche nach dem passenden Netbook hielt ja nun schon lange genug an. Da habe ich bereits die Windows Vista Installation vorbereitet, in Hoffnung auf ein Acer One, das dann doch aus der engeren Wahl fiel. Dann über die verschiedensten Netbooks philosophiert und mich gedanklich bereits auf ein Lenovo S10e vorbereitet, während später dann auch bei diesem Traum Ernüchterung eintreten sollte.
(more…)
Zugegeben – und es ist ja kein Geheimnis – ich bin ein Apple Fanboy. Was sich heute jedoch mit meinem Gegenpart aus Potsdam am Telefon abspielte…
(more…)
Ob 2008 nun wirklich das Jahr der Netbooks oder nur der immer günstiger werdenden mobilen Computer an sich ist – geschenkt. Dass ich trotz eines neuen MacBook Pro immer noch auf der Suche nach einem Netbook bin, das eben nicht zu schade ist, auf einem Festival seinen Dienst zu verrichten, einfach in den Rucksack geworfen zu werden und im Zug und überhaupt überall ständig zur Hand zu sein – kein Geheimnis.
(more…)
Immer wieder hat man die Diskussion, ob es wirklich das bessere Betriebssystem gibt. Bevor es zu einer großen Prügelei kommt, strebe ich zumeist einen Kompromiss an:
Das perfekte Betriebssystem hängt einfach davon ab, was man mit seinem Computer machen möchte und von ihm erwartet.
Dass ich dazu auch weiterhin stehe erkläre ich vielleicht mal zu einem späteren Zeitpunkt.
(more…)
Nun, was soll ich sagen? Die unendliche Geschichte ging heute in einer weitere Runde. Nachdem ich Anfang Dezember schon reklamiert habe, dass der Akku meines MBP defekt ist, der neue Akku auch nichts brachte – Apple wieder informiert wurde – war heute ein erneuter Anruf fällig. Erst einmal in Göttingen, denn ich wusste ja, dass das Notebook erst überprüft werden sollte…
(more…)
Pupillenorgasmus meets Killerpilze
Musikmesse – für den kleinen Redakteur, der sich schon des Öfteren als Apple Fan äußern musste, ein absoluter Pupillenorgasmus. Apple Cinema Displays – gerne auch in 30 Zoll – überall, so weit das Auge reicht. Und dann gab es hier auch noch etwas, was auf der CeBit so doll vermisst wurde: Den Apple-Stand! Merkwürdig präsent sind sie hier in Frankfurt, die Jungs aus Cupertino – doch es gibt Widerstand, und der kommt nicht von irgendwem.Doch fangen wir einmal von ganz vorne an. (more…)
my Last.fm