Und ich hab mich öfter schon gefragt,
warum man manche Zeiten mag
und manche Zeiten eben nicht
und man auch fast daran zerbricht.
Heute ist wieder einer dieser Tage, an dem mich das Gefühl übermannt, dass ich an dieser Stelle etwas ändern muss. Und dabei geht es gar nicht darum, dass ich mehr schreiben muss. Ich müsste einfach mehr veröffentlichen.
Aber mein größtes Problem ist wohl, dass ich diesen Blog für meine Gedanken nutze und dabei zumeist einen Wink mit dem Zaunpfahl verstecke. Sei es für mich, wenn ich mir mal wieder selbst in den Arsch treten muss, für andere, wenn ich der Meinung bin, dass sie sich das Leben mal wieder viel zu schwer machen, aber – und das macht mir am meisten Bauchschmerzen – viel zu häufig für diejenigen, die von sich aus augenscheinlich nicht fähig sind, mich zu verstehen oder zu nehmen, wie ich bin.
Und eigentlich widerstrebt mir genau diese Tatsache. Darauf zu warten, dass die richtigen Leute lesen, was ich denke, zu hoffen, dass sie verstehen, was ich meine und dann auch noch umsetzen, was sie bisher nicht kapiert haben, grenzt an Idiotie. Denn ganz ehrlich – bislang fällt mir kein Beitrag ein, bei dem das wirklich funktioniert hat. Und so bin ich mal gespannt, ob ich mir das in Zukunft verkneifen kann und wieder sinniges Zeug schreibe…
Da zog sich dieser lange Tag dahin und die ganze Zeit dachte ich darüber nach, dass ich noch unbedingt über zwei ganz wichtige Themen bloggen muss, die endlich mal wieder den Bogen zurück zur Muse schlagen – und dann. Ja dann wurde der Abend noch so witzig, dass ich vergessen habe was ich schreiben wollte. Nein, nicht das Thema an sich, sondern die so vermeintlich klug klingenden Phrasen, die man sich zurechtlegt, während man verträumt aus dem Fenster schaut und seine Gedanken kreisen lässt.
(more…)
… überlege ich, ob nicht einfach mal auf meine gute Erziehung scheißen sollte, und frisch und frei heraus sage, was ich denke. In diesem Fall:
Fick Dich!
Eine ganze Zeit habe ich mir besser verkniffen, an dieser Stelle in die Tasten zu greifen. Die wenige Zeit, die irgendwo zwischen beschissen schlafen und arbeiten übrig blieb, hätte ich so füllen müssen, wie es der gute Herr Schmidt vorgemacht hat. Um ehrlich zu sein, würde dieser Eintrag heute auch nicht großartig anders lauten dürfen…
Mit einem kurzen Blick auf gestern schwebt mir eigentlich nur eine Phrase des jüngsten Coldplay Albums im Kopf herum. Der Titel – die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und allem.
Those who are dead are not dead
They’re just living in my head
Nachdem hier einige Tage der selbstauferlegte Maulkorb herrschte und mir meine Gedanken für einen einfachen Kommentar zu schade waren, gibt es heute mal wieder einige Zeilen von mir.
Nebenan erschien am Wochenende ein netter Beitrag zum Thema Der Vorgesetzte und beim ersten schnellen Lesen ließ er mich über einen Passus stolpern, der mir sauer aufstieß und 110% agree zunichte machte.
Ein Vorgesetzter muss besser sein als seine Leute
„Machst´n Du da?“ // entrüstet
„Die Welt verändern!“ // stolz
„Bist Du wahnsinnig?“ // energisch
„Joah, vielleicht auch ein wenig…“ // zögerlich
„Du spinnst doch wohl!“ // wutentbrannt
„Aber ich..“ // erschrocken
„Siehst Du nicht, was hier herrscht?“ // herausfordernd
„Doch doch, schon…“ // mutig
„UND???“ // aggressiv
„Ja, Resignation…“ // traurig
„Und dann musst DU hier den Weltverbesserer spielen? Kannst Du nicht ein Mal ein wenig Rücksicht nehmen? Halt doch einfach die Klappe und setz dich still in die Ecke! Da zerstörst Du wenigstens nicht unsere beschissene Stimmung…“ // nachdrücklich
„Ok…“ flüsterte der nun ehemalige Weltverbesserer und verschwand in dem für ihn bestimmten Winkel.
Heute Abend sind es gleich zwei Zitate, die die nachdenkliche Stimmung in leicht verdauliche Stücke zu teilen versuchen. Christa Wolf hält für viele Situationen das einzig Aufbauende bereit:
Was für eine vorzügliche Einrichtung, dass die Gedanken nicht als sichtbare Schrift über unsere Stirne laufen.
Oscar Wilde – wer auch sonst? – geht mit Gedanken (und damit wohl auch der Nachdenklichkeit) krasser um:
Ein Gedanke, der nicht gefährlich ist, ist es nicht wert, als Gedanke zu gelten.
Hmm, obwohl… einen hab’ ich noch: “Man ist meistens nur durch Nachdenken unglücklich.” – Joseph Joubert
my Last.fm