die metzger der muse

… weil kunst mitunter doch von können kommt!

12.04.2009
von mcmatten
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Emo Ticon und die Frühlingsnacht

So if you’re lonely
You know I’m here waiting for you

Leise und verträumt summt der kleine Emo in die Frühlingsnacht und… Gibt es überhaupt so etwas, wie eine typische Frühlingsnacht? Tausend Gedanken schießen ihm durch den Kopf. Klar gibt es klirrend kalte Winternächte, an denen er mindestens so verträumt wie in diesem Moment in den Himmel schaut, der bei dieser eisigen Kälte klar ist wie frisches Bergquellwasser und einen freien Blick auf die Sterne erlaubt, die er dann so gerne beobachtet. Weiterlesen →

11.04.2009
von mcmatten
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Es ist Sommer!

Es ist Sommer! Naja, zumindest ist kein Winter mehr und so langsam war und ist es ja nun wirklich an der Zeit, das alte Kleid abzustreifen und auch dem geliebten Schatz wieder die neuen und auf Hochglanz Polierten Stiefel an die Füße zu stecken.

Sommerschuhe bereit gelegt, Felgenschloss geöffnet, Werkzeug angelegt – keine Regung. Beobachtet von Tim – 4 Jahre und zumeist recht wortkarg – versuchte ich mein Werk fortzuführen. Kurzer Blick hoch, erwartungsvolle Augen blicken zurück. Ok, es ist ein Versuch.

„Timmi? Bist Du kräftig“

Ein Nicken musste reichen und der wohl stärkste 4jährige im Radius von 50 Metern half die Schrauben zu lösen, bevor es an den nächsten Schritt ging. Unter professioneller Aufsicht wurde mein Baby hochgebockt und… Der Reifen klemmte. Die folgende Fragestunde unseres zum Jungmoderator verwandelten Werkstattmeister, dem meine Antworten scheinbar nicht wirklich wichtig waren, wurde unter diesen Umständen zu einem Monolog.

„Das sind die neuen Reifen, ´ne?“ … „Ist ja auch kein Winter mehr!“ … „Ist ja auch Sommer!“ … „Hier sind die neuen Schrauben, ´ne?“ … „Die alten Reifen sehen auch nicht so schön aus!“ … „Da kriegt man auch immer die schwarze Farbe an die Hände!“

Es folgte noch ein kurzer prüfender Blick und…

„Naja, wenn das nicht geht, dann muss man neu kaufen!“

Ob er lieber Wirtschaftsminister werden oder Opel retten wollte, konnte er mir nicht sofort beantworten. Aber ich denke er hat die perfekten Anlagen.

06.04.2009
von mcmatten
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Gestöpselt, nachgedacht, appelliert

Stöpsel in die Muscheln gepresst, von Fall out Boy über His Statue Falls bei Atreyu gelandet und die das in Bits und Bytes gepresste Doppelfußpedal noch einmal nachglühen lassen. Was beim Schlendern durch die Stadt schon lustig war, wird im Zug zum regelrechten Hobby. Was hört der Mann mir gegenüber, mit dem Schnauzbart und den kurzen grauen Haaren, wohl für Musik. Oder die Dame auf ein Uhr, die so verstohlen über ihre Brille blickt. Dem verliebten Duo auf drei Uhr gebe ich noch ein wenig Zeit aus der Pubertät zu kommen. Ich denke sie hören alles – und alles ist bekanntlich kein Musikgeschmack.
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10.03.2009
von mcmatten
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Der Mohnkuchen…

Nun, alle Welt schreibt über die CeBit, berichtet in Blogs, twittert oder erzählt über ein Fünftel weniger Besucher – und ich habe noch gar nichts gesagt. Tja, nachdem während Verhandlungen im Planet Reseller eine gesamte Schulklasse an mir vorbeigerauscht ist, bin ich mit dieser Messe auch eigentlich durch. Und als ich mir die Frage stellen lassen musste, was ich auf der CeBit denn empfehlen könnte, musste ich nicht lange überlegen: Der Mohnkuchen bei Microsoft. Dieser war nämlich mit weitem Abstand das Beste!

Davon ab: Eugene Kaspersky ist ein Erlebnis, Surface ist ziemlich genial und der einfach freizuschaltende vierte Kern bei den Phenom X3 Prozessoren sorgt für ordentlich Gesprächsstoff und fördert die einhellige Meinung eines guten Marketing-Schachzugs von AMD. Die wirklichen Großartigkeiten passieren mit Windows 7 und NVIDIAs ION für mich aber derzeit eher unter der Haube. Für die fünfhundertste Interpretation eines Netbooks braucht man keine Messe – wahrlich nicht.

19.02.2009
von mcmatten
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Der sturmfreie Rockstar und die zuckersüße Lügnerin

„Hey giiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiirl“, brüllt der kleine Emo. Noch vor wenigen Sekunden stand er am Fenster und vergewisserte sich, dass auch der letzte Bewohner dieses Hauses – außer ihm natürlich – die Tür hinter sich schloss. Sturmfrei. Ja! Sturmfrei hatte er, der kleine Emo! Und wenn Emo Ticon sturmfrei hat, wird er zum Rockstar. Vor noch weniger Sekunden sprintete er in sein Schlafzimmer, zog seine Sticks, die er höchstpersönlich nach einem ziemlich großen, fantastischen, nahezu unvergleichlichen Konzert gefangen hatte, aus dem speziell dafür vorgesehenen und ziemlich zeigbaren Stick-Fach, rannte am CD Player vorbei und drückte den Knopf der Knöpfe, bevor er mit einem riesigen Satz auf das Sofa sprang und schrie.
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19.02.2009
von mcmatten
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Der Buchstabenexibitionist

Auch wenn dem kleinen Emo Ticon eine latente autobiografische Anmutung angedichtet wird und diese besonders in Punkto Musikgeschmack nicht von der Hand zu weisen ist, so belustigen mich die Gedanken meiner Leser doch ungemein. Danke dafür

Eigentlich wollte ich nur eine Figur schaffen, die mal außerhalb meiner Sorgen und Gedanken agieren kann und es mir vor allem erleichtert zu schreiben – auch und besonders über Musik.

Und während mein Zug gerade wieder verspätet aus dem Bahnhof ausfährt und ich diese Zeilen schreibe, habe ich den nächsten Song im Ohr, der die Hintergrundmelodie einer neuen Geschichte sein wird. Und liebe Leute – denkt nicht nach. Seht es als das, was es ist. Bespaßung eines Buchstabenexibitionisten.

16.02.2009
von mcmatten
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I am a flower, I grow for you

„without your water I will die, won´t you care for me, won´t you caaaaaaare“, schwirrt es dem kleinen Emo von der Bühne in seinem Kopfkino entgegen, als er die Gießkanne leicht neigt. Tag für Tag benetzt er die kleine, zierliche Pflanze mit etwas kühlem Nass. Da ist er penibel, da ist er verlässlich, da lässt er nichts auf sich kommen. Schließlich weiß er, dass es Dinge gibt, die man permanent hegen und pflegen muss, damit sie heile und schön bleiben, damit sie wachsen und gedeihen. Ist man nachlässig, beginnt die Pflanze erst einmal zu welken, ist es schwer, sie wieder aufzupeppeln. Das weiß er. Und das erfordert noch viel mehr Energie… Und die mag doch meistens niemand aufzubringen. Das weiß er leider auch.
Er ist da anders, das kann er mit guten Gewissen sagen. „I am a flower, in the sun – I bloom. I am a flower, I grow for you“, singt die kleine Blume vor seinem geistigen Auge zurück. Heute ist er ein stolzer kleiner Emo…

15.02.2009
von mcmatten
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God it feels like it only rains on me

„God it feels like it only rains on me“, summt sich der kleine Emo in seinen Flaum, streicht sein schwarz gefärbtes, eingeschäumtes Haar aus dem Gesicht und dreht sein Duschwasser ein wenig wärmer. Irgendwie ist ihm kalt – und außerdem kann man nach einer heißen Dusche tolle Dinge auf den beschlagenen Spiegel malen. Gedankenvoll zeichnet er schon wieder die tollsten Bilder vor seinem geistigen Auge…

Er zwingt sich aufzuwachen, raus aus den Gedanken und verfällt doch wieder in eins seiner Selbstgespräche. „Emo Ticon, mein Freund“, schreit er sich stumm ins Gewissen, „you can’t spell believe without lie!“. Ein kurzes Nicken, dann spült er den Schaum aus dem Haar und tastet mit geschlossenen Augen – er duscht am liebsten mit geschlossenen Augen, lauscht dem Plätschern des Wassers und spürt die heißen Tropfen auf seine Haut trommeln – nach dem flauschigen, schwarzen Handtuch. Ein Schritt in die Kälte, Gänsehaut, drei Sterne auf den beschlagenen Spiegel gemalt und wieder hinein in die merkwürdig fremde Welt, die sich Realität nennt. Gruselig…

15.02.2009
von mcmatten
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Alles wird sich ändern…

Heute ist wieder einer dieser Tage, an dem mich das Gefühl übermannt, dass ich an dieser Stelle etwas ändern muss. Und dabei geht es gar nicht darum, dass ich mehr schreiben muss. Ich müsste einfach mehr veröffentlichen.

Aber mein größtes Problem ist wohl, dass ich diesen Blog für meine Gedanken nutze und dabei zumeist einen Wink mit dem Zaunpfahl verstecke. Sei es für mich, wenn ich mir mal wieder selbst in den Arsch treten muss, für andere, wenn ich der Meinung bin, dass sie sich das Leben mal wieder viel zu schwer machen, aber – und das macht mir am meisten Bauchschmerzen – viel zu häufig für diejenigen, die von sich aus augenscheinlich nicht fähig sind, mich zu verstehen oder zu nehmen, wie ich bin.

Und eigentlich widerstrebt mir genau diese Tatsache. Darauf zu warten, dass die richtigen Leute lesen, was ich denke, zu hoffen, dass sie verstehen, was ich meine und dann auch noch umsetzen, was sie bisher nicht kapiert haben, grenzt an Idiotie. Denn ganz ehrlich – bislang fällt mir kein Beitrag ein, bei dem das wirklich funktioniert hat. Und so bin ich mal gespannt, ob ich mir das in Zukunft verkneifen kann und wieder sinniges Zeug schreibe…

08.02.2009
von mcmatten
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Ich glaub‘ ich werde Boxer

Bisher kam ich noch nie auf die Idee, aber…

Nachdem ich gestern nach einem ziemlich lustigen Tag (vielleicht berichte ich an dieser Stelle auch noch davon) nach Hause kam und ich rechtzeitig zur ersten Runde den Fernseher angeschaltet habe, kam mir eine merkwürdige Frage.

Wenn ich Boxer wäre, welches Lied würde ich dann für den Einmarsch benutzen.

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